Montag, 29. August 2016

Von Größenverhältnissen und Erscheinungsbildern bei Naturwesen...


In einem Fantasy-Roman, den ich gerade lese wird das Phänomen der verwirrenden Größenverhältnisse beschrieben. Es wird von prachtvollen Bauten berichtet, die, betritt man sie, innen viel geräumiger sind, als sie es von außen her zu sein scheinen. Was für den äußeren Betrachter winzig aussieht, ist für denjenigen, der darinnen ist, riesig. Im Buch ist das ganze gewirkt durch Magie.

Dieses Phänomen findet sich auch bei den Naturwesen. Obwohl es sich um verkörperte Individuen handelt, die ein irdisches Leben führen, erwecken sie den Anschein als könnten sie ihre Größe ändern. Und das können sie auch!
Im Grunde genommen, so sagt mir mein Freund Hsònak gerade, kann das jeder - auch der Mensch, jedoch ist ihm diese Fähigkeit abhanden gekommen. Es ist deswegen prinzipiell jedem möglich, weil wir eigentlich alle aus schwingender Energie bestehen. Eine Gestaltveränderung ist die Mischung aus einer Illusion und einer tatsächlichen Modifikation der Materie - es ist ein Paradoxon, denn eigentlich hat alles seine ursprüngliche Energie-Signatur. Änderst du diese, benötigst du wiederum Energie, was mit der Zeit äußerst ermüdend ist. Deswegen tun sie es in vergleichsweise geringem Maße. Man kann sagen: Wenn wir zu einem Fest gehen und gut aussehen wollen, glätten wir z.B. einwenig unsere Fältchen, denn ja, auch Naturwesen altern.

Unsere menschliche Wahrnehmung der Naturwesen ist ja, wie wir wissen, eingeschränkt, und so ist das Bild, das wir ihnen geben, wenn wir sie fühlen, noch variabler als die Fähigkeit der Naturwesen an sich ihre Gestalt zu verändern.
Unser Gehirn ist da äußerst kreativ, und so muss ein Naturwesen, das mit uns Kontakt hat, sich selbst gar nicht großartig modifizieren - da unser Hirn das schon zum Teil selbst übernimmt. Da die Menschen bestimmte Vorstellungen haben - sie geben den Naturwesen Namen wie "Zwerge", "Elfen", "Feen" - verknüpft deren Gehirn das automatisch mit einem bekannten Bild/Vorstellung, die ihnen ihr Kulturkreis vermittelt. So wird ein Afrikaner ein Naturwesen ganz anders wahrnehmen als ein Aborigine oder ein Mitteleuropäer. Das eigentliche Aussehen der Naturwesen ist aber objektiv vom Schöpfergott festgelegt, genauso wie eine Antilope wie eine Antilope aussieht und nicht wie ein Nashorn. Sie haben ein charakteristisches Äußeres, das sie wie uns Menschen, unverwechselbar macht.

Gehen wir in die Natur sehen wir oft, erstaunlich kleine Büsche, in denen Behausungen liegen, und da fragt sich Mensch oft: Wie kann z.B. ein Mann wie Hsònak, der 1,75 M groß ist, einen vergleichsweise  kleinen Rhododendron hinein passen? Wir Menschen müssten uns da sondergleichen hinein zwängen und würden uns wahrlich nicht wohl fühlen! Oder eine Gniri-Familie mit 7 Kindern? Also - 9 Personen? Das ist wie mit diesen winzigen Autos in den Cartoons aus denen dann 20 Clowns aussteigen. Das liegt daran, dass Naturwesen die geltenden physikalischen Gesetze dehnen können - auch das ist etwas, das uns Menschen vom Grundsatz her gegeben ist, da alles Energie ist! Aber auch diese Fähigkeit ist uns abhanden gekommen.
Wenn Naturwesen sich blitzschnell von Köln z.B. zum Nordpol bewegen, dann hat das etwas energetischen Punkten zutun, die auf der ganzen Welt verteilt sind. Jeder Punkt ist ein Ort und jeder Ort ist eine energetische Realität/Einheit/Kosmos, die mit Nachbarpunkten interagiert, und sich daher auch verändert. Diese Punkte/Orte, sind fühlbar, und wenn man sich darauf konzentriert, dann ist man dort. Dieser Punkt muss nur bekannt sein. Will mir also Hsònak z.B. zu den Externsteinen folgen, muss er den Punkt, zu dem ich mich linear also zeitlich hinbewege - kennen! Kennt er ihn nicht, weil er ihn noch nie besucht hat, orientiert er sich an meiner energetischen Signatur, und teleportiert sich dorthin.

Naturwesen bewegen sich, wenn sie kurze Strecken zurück legen, aber auch linear vorwärts - sie teleportieren nicht immer, da auch das Energie abverlangt. All ihre linearen Bewegungen, die wir von unserer Seite des Schleiers aus sehen, erscheinen sehr viel schneller als sie es in Wahrheit sind. Sehe ich also einen Gniri wie eine Rakete einen Baum hoch jagen, ist er in seiner Wirklichkeit schnell hochgeklettert.

Telepathische Kommunikation zwischen Mensch und Naturwesen gleicht einem Kanal außerhalb von Raum und Zeit, stellt ihn euch vor wie einen Tunnel, in dem Raum und Zeit außer Kraft gesetzt sind, und Fragen und Antworten so synchronisiert sind, dass ein Gespräch stattfinden kann. Wenn ihr genau hinschaut, werdet ihr bei eurer Kommunikation erkennen, dass ihr schon wisst worum es geht, noch bevor euer Gehirn die Worte geformt hat. Telepathische Kommunikation geschieht zeitlos also simultan.

Ihr seht also: Das was wir wahrnehmen sind in Wirklichkeit, wie auf dem Bild, das ihr seht, eine optische Täuschung. Der Mensch lebt in einer optischen Täuschung, ähnlich wie im Film Matrix wo Morpheus sagt: Die Matrix ist allgegenwärtig, sie ist ein Gefängnis, das du weder sehen noch anfassen kannst. Deswegen ist es für mich so schwer zu beweisen, dass die Naturwesen, die ich wahrnehme objektive Geschöpfe mit objektiven Größen und Erscheinungsformen sind.

Die Konvention vs. das Aussehen von Naturwesen...


Das Wort "Konvention" kommt aus dem lateinischen "conventio", was "Übereinkunft" oder "Zusammenkunft" bedeutet. Vereinfacht ausgedrückt ist sich eine Gruppe von Menschen einig über einen Zustand und/oder, dass eine bestimmte Regel gilt.
Als Beispiel gebe ich mal die Kartoffel. Jeder Mensch hierzulande weiß was eine Kartoffel ist und wie sie aussieht. Es ist die Übereinkunft einer Gruppe von Menschen, dass  das knollenartige Gebilde am Fortsatz einer Pflanze mit bestimmten Merkmalen eine Kartoffel ist - und das man sie gekocht und/oder gebacken essen kann.
Wozu sind Konventionen gut? Sie dienen dazu inmitten von subjektiver Wahrheit einen objektiven Raum zu schaffen. Einerseits nimmt und handelt jeder Mensch subjektiv andererseits muss dies in einem vorher gesellschaftlich festgelegten Raum geschehen, dessen Rahmenbedingungen mehr oder minder starr sind. Auf diese Weise finden Subjekte mit subjektiven Wahrnehmungen einen Raum der Kommunikation und der Interaktion! Nur so sind menschliche Kontakte überhaupt möglich.
Gäbe es diese Konventionen nicht, so wären alle Menschen schrecklich isoliert, denn jeder würde in seiner eigenen subjektiven Welt leben und könnte sich dem anderen nicht verständlich machen. Unsere ganze Umwelt ist kategorisch betrachtet, in konventioneller Form strukturiert...die Kartoffel war nur ein Beispiel - es gibt viele, sehr viel komplexere.
Nun wird es an der Stelle schwierig, sich auf eine Konvention zu einigen, wo der Gegenstand/das Thema nicht greifbar ist, so beispielsweise im Falle dessen wer oder was Gott oder die Liebe ist. Hier haben wir es mit so genannten abstrakten Begriffen zu tun.

Für Naturwesen gilt:

- In bestimmten menschlichen Kreisen besteht die Übereinkunft, dass es Wesen gibt (= der abstrakte Begriff eines noch nie gesehenen Subjekts), und dass sie existieren.

- Sie werden von den Menschen Natur-Wesen genannt, weil sie stark mit der Natur verbunden sind und diese schützen...

- Sie helfen auch dem Menschen, sein Gleichgewicht zu finden.

- Sie werden von Menschen als ätherisch (körperlos) betrachtet, weil sie unsichtbar sind.

All diese menschlichen Konventionen sind nicht belegt, sie beruhen auf Annahmen, die sich im Laufe der Zeit, durch Zuhilfenahme von Mythen und Märchen, aufgebaut haben und durch Moderne Medien, wie z.B. die Filmindustrie fort getragen wurden. Begriffe wie Elfe, Fee, Elben, Kobolde usw. sind Konventionen getragen eben durch diesen sehr langen Literaturdiskurs. Sie beschreiben etwas, das noch nie jemand in realo gesehen hat.

Daher sind sie

a) im höchsten Maße emotional
b) im höchsten Maße subjektiv
c) in sehr geringem Maße objektiv.

Die Folge ist:

Der Versuch, Naturwesen einen objektiven Raum zu geben, gleicht ungefähr dem Versuch, als Einzelner einer Gruppe von Menschen zu erklären, was eine Kartoffel ist, ohne eine solche zur Hand zu haben. Wenn du einem Menschen also erklären willst, was eine Kartoffel ist und dass sie gut schmeckt, kannst du das nur, indem du diesem die Pflanze zeigst. Ist die Pflanze unsichtbar oder nicht vorhanden relativiert sich jedwede Erklärung und wisst ihr warum? Weil sie für denjenigen, der die Kartoffel nicht kennt, schlichtweg irrelevant ist. Denn was nutzt mir die Erklärung dieser wohlschmeckenden Knolle, wenn ich nicht die Möglichkeit habe, sie jemals zu probieren?

Nun haben Naturwesen an sich per so schon ein objektiv festgelegtes Äußeres, und untereinander besteht die Konvention, die ihnen hilft, einander zu erkennen und miteinander zu kommunizieren, denn auch Naturwesen leben in einem konventionellen Rahmen. Genauso wie Gott die Eigenschaften und das Aussehen einer Banane festgelegt hat, so ist auch das Aussehen von Naturwesen vom Schöpfergott definiert worden! Es ist objektiv! Wir haben zu dieser Objektivität nur keinen Bezug, weil wir sie nicht wahrnehmen können, wie die Schöpferkraft sie darstellt.

Ich überlege schon lange ein Naturwesen-Bestimmungsbuch zu schreiben, also eine Art Sachbuch, das die unterschiedlichen Arten von Naturwesen und deren Lebensweise und Aussehen dokumentiert, es wäre das Buch eines objektiv bestehenden Netzwerkes an Gemeinschaften mit Kulturen und Mentalitäten, da der Mensch aber bisher nur die subjektive Seite anerkennt, bedeutet dies: Jeder sieht was er sehen will, der Rest ist egal. Somit brauche ich gar nichts zu schreiben, da deren objektive Welt in jenem Fall immer auf meine alleinige subjektive Wahrnehmung herunter reduziert wird. Deswegen höre ich oft: Alinas Naturwesen - aber es sind nicht MEINE...es sind göttliche Individuen die so aussehen wie sie aussehen...Punkt!

Wenn drei Menschen ein Naturwesen betrachten haben wir 5 verschiedene Wahrnehmungen bzw. Zustände: a) die 3 subjektiven Wahrnehmungen dreier Menschen b) die objektive Realität - also das was tatsächlich da ist, egal ob wir es sehen oder nicht und c) das Selbstbild des Naturwesen im Rahmen seiner eigenen Konvention.

Sonntag, 28. August 2016

Die Welt der Naturwesen entdecken...

Darf ich mich vorstellen? Ich heiße Alina und bin Autorin. Vor 6 Jahren bin ich durch das Schicksal zu den Naturwesen geführt worden. Ich durfte einige von ihnen persönlich kennen lernen und in ihre Lebenswelt eintauchen. Vieles was der Mensch heute heiß ersehnt durfte ich durch deren Gnade erleben. Damit auch ihr daran teilhaben könnt, habe ich einen zweibändigen Roman für euch geschrieben. Gniri heißt übrigens die Naturwesenart, deren Lebenswelt ich euch darin vorstelle. Möchtet ihr mal rein schauen? ;-)


Hier geht's zum ersten Band 
Hier geht's zum zweiten Band















Freitag, 12. August 2016

Erhabenheit in der Spiritualität...

In sozialen Netzwerken gibt es unendlich viele Tests, mit deren Hilfe man das Profil des Nutzers nach Daten durchsucht und diese auch heraus filtert... Obwohl ich das weiß, mache ich sie immer wieder gern, nur um zu schauen was da heraus kommt - und manchmal sind sie erstaunlich treffsicher ;-) irgendwie unheimlich.

Wir sind auserwählt...


Aber das ist nicht das Thema zwinker*. Zu Beginn meiner spirituellen Laufbahn begegneten mir immer wieder Menschen, die mein Selbstvertrauen aufbauten, und mich als so allerlei bezeichneten, wie "alte Seele", "inkarnierter Engel" und vieles andere...So schlich sich nach und das das Gefühl ein, ich sei durch diesen neuen eingeschlagenen Weg etwas Besonderes, jemand, der die Menschen anleitet und zu "Höherem" berufen sei. Mit der Zeit ging das in Fleisch und Blut über, so dass ich begann, mich selbst als Botschafterin der Naturwesen zu bezeichnen - ein Thema mit dem ich besonders arbeite. 

Ich meinte, den Menschen durch meine Bilder, die Naturwesen sichtbar zu machen und sie durch meine Artikel aufzuklären, wie die Wahrheit wirklich sei - merkte dann aber mit der Zeit, dass jeder ist wie er ist und meine Ansichten und Wahrnehmungen nur ein Aspekt von unendlich vielen ist. Das hat mich wütend gemacht, wollte ich doch allen beweisen, wie objektiv ich sei und dass mein Ding, die Krönung wissenschaftlicher Erkenntnisse seien.
Aber wissenschaftliche Erkenntnisse gibt es in der Spiritualität nicht, und als ich das erkannte und dazu begriff, dass ich mich da irgendwo hinein verbissen hatte, fragte ich mich: Was zum Geier ist da passiert???

Wie, ich bin nicht auserwählt?

Mir hat man so lange erzählt, ich sei eine alte auserwählte Seele und dies und das noch mit jenen und sellen Fähigkeiten, dass ich schier vor Unzufriedenheit platzte, als mir da der blöde Test sagte: Ich hätte nur 749 Mal gelebt grins* - echt jetzt! Gab's da andere, die hatten über 8000 Mal gelebt und deren Seele war vor der Zeit geboren und naja, sie leben jetzt ihre letzte Inkarnation... sind sozusagen auf die Erde gekommen, um den armen Schweinen zu helfen, die hier immer noch herum wursten. 

Und ich?? Der Gedanke, es könnte die Möglichkeit bestehen, dass ich nicht zu jenem auserwählten Zirkel so selten vorkommender Menschen gehöre, ließ mein Herz rasen. Ich wollte was Besonderes sein, ein Heiliger, der sich über den schnöden Alltag erhebt und in mildtätiger bedingungsloser Liebe die Schäfchen führt...Ich wollte Anerkennung, dass ich was Besonderes bin...

Das Leben erzählt...

mir nun etwas anderes. Es sagt mir: Mädchen du bist genauso ein Mensch, der für seinen Lohn arbeiten muss wie alle anderen auch, deine Ansichten sind nicht die Kirsche auf der Torte und spiel dich nu ja nicht als die Botschafterin der Naturwesen auf. 
Wisst ihr,  im Grunde genommen läuft in der Spiritualität was falsch. Wir Menschen brauchen einfach Anerkennung im Leben, z.B. in der Partnerschaft, aber vor allem auch im Beruf. Vor allem im Beruf fehlt sie heute. Kaum ein Chef sagt einem noch: Hey, du bist super, oder: Das hast du gut gemacht. Nein, es heißt Arbeiten, und entweder du kriegst einen Anschiss oder man sagt schlichtweg nichts. Und wenn niemand irgendwas sagt, dann kannst du aufatmen, weil dann machst du deinen Job gut! 
Und wenn du dann in die Spiritualität gehst, und dir ein Channel-Futzi hastenichtgesehen erzählt, du seist ein inkarniertes Meerschwein von den Plejaden, dann fühlst du dich besser, denn dann bist du doch was! Ja, dein Leben ist nicht mehr nur eine Ansammlung von Arbeiten gehen, einkaufen, allabendlichen Spielfilmen und ein Mal die Woche Sex mit Schatz, sondern du bist in einer Mission auf die Erde gekommen...
Dein Leben hat plötzlich eine megamäßige Bedeutung! 

Fazit...

Das Leben hat keine megamäßige Bedeutung, wir sind hier keine Missionare und wir sind auch keine Lichtarbeiter, die dem armen Rest unter die Arme greifen müssen. Wir sind alle - und damit meine ich wirklich, alle Menschen - hier, um glücklich zu sein, jeden Tag aufs Neue! Hört sich bekloppt an ne? Gerade der Alltag bietet so viele Möglichkeiten, sich das Leben schön zu gestalten...und wenn wir dann einander helfen, selbstlos und auf Augenhöhe, dann bilden wir eine schöne Gemeinschaft...
Übrigens ist das Streben nach Anerkennung nichts womit sich der Spirituelle selbst kasteien sollte, weil ja angeblich alle Erleuchteten so perfekt und absichtslos seien...es ist normal - durch die Bank weg freuen wir uns auf Zuspruch: von unseren Eltern, unseren Freunden, aus dem Job, egal ob Lichtarbeiter, Druide oder Bankangestellter... nur zum Sklaven dieser Anerkennung sollten wir uns nicht machen, sondern immer wissen was wir uns selbst wert sind! 

Alles Liebe euch
Eure Alina 

Dienstag, 19. Juli 2016

Gestern im Garten der Kundschaft...

Hallo ihr Lieben,

seit ich mit meinem Schatz zusammen unser Gartenpflege-Unternehmen gegründet habe, sind wir viel in den Gärten der Menschen unterwegs. Es handelt sich hauptsächlich um Menschen, die ein Eigenheim haben. Betritt man ihren Garten, so finden wir uns in deren Allerheiligstem wieder. Morgens nach dem Kaffee, wenn die Blase drückt, bitte ich den einen oder anderen Kunden auch seine Toilette benutzen zu dürfen. Dann darf ich auch einen kleinen Blick auf das liebevoll eingerichtete zu Hause sehen. Ich muss euch gestehen, ich betrachte das Ganze voller Ehrfurcht, denn wann darf man schon bei wildfremden Leuten hinter die Kulissen schauen?

Alle haben sie gemeinsam, dass sie ihren Garten ebenso lieben wie ihr Haus. Ältere Leute investieren daher oft sehr viel Zeit darin, beides zu hegen und pflegen zu lassen. Im Haus finden wir geblümte Tapeten, kleine Figürchen und auf der Gästetoilette flauschige Badteppiche, der Boden glänzt - ja selbst der Klopapierhalter leuchtet einen in einem glänzendem Goldgelb an. Pendeluhren schlagen leise ihr tock tock...Draußen finden wir eine liebevolle Mischung aus blühenden Blumenbeeten und Ziergehölzen, die akkurat geschnitten, in toller Kugelform prangen.

Der Garten der Kunden gestern (ein älteres Ehepaar) war besonders schön. Es handelte sich um ein riesiges Grundstück voller verwinkelter Ecken mit reihenweise Hecken und Büschen. Besonders majestätisch prangte da eine riesige Blutbuche. Ich frage mich immer wieder wie diese sehr naturverbundenen Menschen so gar nicht offen für die Bewohner ihres Gartens sind - den Naturwesen, die besonders gern im ausladenden Kirschlorbeer und Rhododendron leben - oder wie in dem Garten unseres Nachbarn hier - unter dem Baldachin einer wunderschönen Hängeulme mit wunderschönen riesigen Blättern.

Gestern jedenfalls, als ich so am Schnittgut zusammenkratzen war, da kam ein Naturwesen, kindsgroß und ein junger Mann. Im Laufe des kurzen Gesprächs, das wir in Gedanken führten (ich muss dabei möglichst so aussehen als würde ich mich ausschließlich meiner Arbeit widmen) - erklärte er, er und seine Sippe hätten meinen Naturwesenbegleiter ausgefragt nach mir. Und, er wusste, dass ich den Menschen über sie berichte, dass ich Bücher geschrieben habe.

Also fragte er: Und, hast du den Menschen auch gesagt, dass wir in ihren Gärten leben? Der angstvolle Unterton entging mir nicht.
Ich sagte: Ja, ich habe es ihnen gesagt.
Er: Warum hast du es dann diesen alten Leuten nicht gesagt?
Ich: Naja, man kann es nicht allen sagen.
Er: Aber manchen schon.
Ich: Ja!
Er: Und, wie finden sie es, dass wir in ihren Gärten leben? Diese Frage stellte er mir in einem kecken Unterton.
Ich (auch in einem kecken Unterton): Sie fühlen sich geehrt.
Daraufhin hat er gelacht.

Dass Naturwesen in unseren Gärten leben, ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits tut ihnen da keiner groß was, andererseits muss man sie warnen wenn die Heckenschere kommt. Wir benutzen eine so genannte Hochheckenschere. Sie ist sehr viel länger, als die normalen, läuft mit Sprit und ist sehr laut. Sie wohnen da nur so lange, wie der Garten existiert. Manch altes Ehepaar stirbt weg, und der nächste menschliche Bewohner, reißt vieles heraus und setzt Rasen hin. Dieses verwinkelten und engen Gärten sind für die Naturis toll, aber für Menschen auf Dauer nichts, weil denen die Natur über den Kopf wächst. Für die Naturwesen ist es ein Leben auf Pump. Übrigens werden heftige Auseinandersetzungen, die teilweise auch blutig enden können, um Territorien innerhalb menschlicher Gärten ausgefochten. Es ist, als würdest du eine Wohnung suchen, weil dein Baum kaputt gehauen wurde, und alle Wohnungen sind belegt. Die Angst, diesen Lebensraum zu verlieren ist so hoch, dass man ihn kaum mit anderen teilen möchte...

Oft möchte ich gerne meiner Arbeit eine spirituelle Komponente hinzufügen, indem ich unseren Kunden berichte, was in den Gärten los ist, aber jedes Mal halte ich inne - denn ich kann nicht!

Freitag, 8. Juli 2016

Was uns Angst macht...

ist das Unbekannte, das was wir nicht sehen, nicht riechen und nicht hören - das was im Wald in den Blättern raschelt, was nachts seine Augen auf dich richtet, derweil du dich durch das Dunkel zur Toilette tastest. Und du weißt: Es ist da! Es ist förmlich spürbar, aber sobald du versuchst es zu packen, entzieht es sich dir flink wie ein flüchtiger Windhauch auf deiner Haut.
Hin und her gerissen bist du zwischen deinem Wunsch es zu erfahren und der Angst davor, was du sehen könntest, wenn es sich dir einmal offenbart.
Andere Menschen verbringen ganze Wochenenden damit, sich in allen erdenklichen extremen Sportarten zu verausgaben, du verausgabst dich auf der Suche nach den Naturwesen.
Sie prickelt auf der Haut, sie lässt dir Schauer über den Rücken laufen. Jedes Foto ist eine Offenbarung ihrer Existenz und doch ist da immer der kleine Mann in deinem Ohr, der sagt: Wie sehen sie wirklich aus? Sind sie harmlos? Was ist wenn manche von ihnen auch böse sind?
Schauerlich ist die Möglichkeit einer Offenlegung naturwesischer Existenz in all ihrem Dimensionen, und gerne wiegen wir uns manchmal nachts, wenn draußen der Wind durch die Blätter der Bäume rauscht und wir meinen jemand klopfe sacht an unserem Fenster - in Sicherheit, dass es uns Gottseidank nicht beschieden ist, alles zu sehen.

Bild-Quelle: http://www.merrylinmuseum.com

Dienstag, 28. Juni 2016

Larga und die Feuersbrunst

Larga wälzte sich unruhig hin und her. Langsam musste der Schlaf doch kommen. Obwohl sie erschöpft war, ließ er auf sich warten.
Suul, ihr Sohn, war vor einigen Tagen mit einem Bündel Stroh bei ihr aufgekreuzt. Auf ihre Frage hin, wie ihm das in die Finger geraten sei, hatte er nur die Achseln gezuckt. Aber sie wusste ganz genau, wie er daran gekommen war! Das kleine Menschendorf in ihrer Nähe, nicht mehr als eine Ansammlung von ein paar herunter gekommenen Hütten war nicht weit. Gefühlte tausend Mal hatte sie ihrem Sohn schon gesagt, es schicke sich nicht für ein Naturwesen bei den Menschen zu klauen, aber das ging bei ihm zu einem Ohr rein und wieder raus.
"Du brauchst doch ein neues Bett, Mama", hatte er stattdessen stolz gesagt. Wo er Recht hatte, hatte er Recht! Nun wälzte sie sich auf ihrer knisternden Bettstatt unruhig hin und her. Es dauerte eben seine Zeit, sich daran zu gewöhnen. Nun denn, weich war sie ja doch!
Ihre runden graubraunen Augen wanderten die Äste ihrer Behausung ab, die sich in einem schummrigen Dämmerlicht in bizarren Formen über- und untereinander schoben. Sie war igluförmig und kaum größer als sie selbst, so dass gerade ihr Bett sowie ein paar Habseligkeiten hinein passten. Dabei war sie die Schamanin ihres Volkes. Larga zog es aber vor, einfach zu leben. Da ihr Mann schon lange verstorben war, ihre Kinder groß - und sie gerne ihre Ruhe hatte, wohnte sie in beengten Verhältnissen, die keinen dauerhaften lästigen Besuch zuließen. Und das war auch gut so. Für Zeremonien konnte sie ja nach draußen gehen, und wenn man wusste wie man die Geister rief brauchte man sowieso kaum Schnickschnack.
Sie wollte sich eben auf die andere Seite legen, als ein markerschütternder Schrei die Blätter und Zweige des Waldes erzittern ließ. Er war lang gezogen und schrill - ja, es handelte sich definitiv um die Stimme einer menschlichen Frau. In letzter Zeit wurden die Bewohner ihres kleinen Dorfes bei Nacht oft durch solche Schreie aus dem Schlaf gerissen. Sie dachte, es würde bei einem bleiben, aber sie hatte sich geirrt!!
Larga saß kerzengerade im Bett. Ihr Herz schlug laut. Sie fasste sich an die schmale behaarte Brust. Als sie auf ihre Hand herab blickte, kaum großer als die eines Kindes, sah sie, dass diese zitterte. Sie fuhr sich durch das hellrote Haar, das auf dem Handrücken wuchs und rollte sich aus dem Bett. Ihre großen spitzen Ohren zuckten angespannt und ihr Atem ging schnell. Als sie aus der Behausung trat, packte die Kälte sie mit ihren eisigen Klauen. Mochte nun der Frühling angebrochen sein, so waren die Nächte immer noch klirrend kalt.
Ihr Fell richtete sich schaudernd auf.
Fröstelnd folgte sie den menschlichen Schreien, die durch den Wald gellten. Sie waren von grässlichen Qualen durchtränkt und färbten mit ihren Energien die Landschaft blutrot und schwarz.

Obwohl die Naturwesen und die Menschen nah bei einander wohnten, hatte Larga nie auch nur einen Fuß in das Menschendorf gesetzt. Nicht, dass sie Menschen nicht mochte, aber sie mied sie, denn sie waren groß und laut. Eine Ausnahme bildete die gute Margot. Als Frau Mitte 60 mit schlohweißem langem Haar und dürren blassen Gliedern wurde sie von den anderen Menschen misstrauisch beäugt, aber wiederum auch konsultiert, wenn eine Hebamme benötigt wurde! Vor drei Tagen hatte sie Larga mit Händen und Füßen noch zu verstehen gegeben, dass eine junge Frau bald ein Kind gebären würde. Da der Bauch sehr groß war, würde es wohl was dauern, hatte sie mit leichter Besorgnis angedeutet. Margot war der einzige Mensch im ganzen Dorf, der Naturwesen leibhaftig sehen konnte. Wie so viele andere Sehende hielt sie ihr Wissen geheim.
Nun wusste Larga was ihr so Angst machte. Sie wusste auf einmal wer da schrie! Sie schluckte ihre Angst hinunter und beschleunigte ihren Schritt. Plötzlich roch sie Feuer. Und dann sah sie es: es war eine Feuersbrunst, und inmitten der alles verschlingenden Flammen stand sie: Margot! Sie schrie und kreischte und wand sich in wahnsinnigem Schmerz, derweil ihr Fleisch von den Flammen versengt, verschmort und verschlungen wurde.
Die Schamanin stieß einen unmenschlich klingenden Laut der Verzweiflung aus. Sie wollte wegrennen, aber ihre Beine waren wie am Boden festgewachsen. Dann endlich riss sie sich aus der Starre drehte sich um, und rannte, rannte immer weiter und noch weiter, bis sie irgendwann zwei starke Arme auffingen. Es war Suul, ihr Sohn, der genau wusste, was sie gesehen hatte, und ihr tränenbenetztes Gesicht sanft an seinen Schultern barg. "Du gehst da nie wieder hin, hörst du? Nie wieder", krächzte Larga heiser.
Möchtet ihr mehr aus meiner Feder lesen? Schaut hier vorbei: Gniri Noromadi